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Verbesserter ROI durch Netzwerk-Automatisierung

September 10, 2021

Wie moderne IT-Lösungen zum Unternehmenswert beitragen

Die IT-Abteilungen vieler Unternehmen stehen vor einer großen Herausforderung: Einerseits sollen sie die IT am Laufen halten, andererseits jedoch keine Kosten verursachen. Den Verantwortlichen in den IT-Organisationen sowie den CIOs obliegt zudem die Konzeption, Planung und Umsetzung der digitalen Transformation, aber auch die Evaluierung neuer Paradigmen wie künstlicher Intelligenz und IoT. Es gilt ferner die bestehende IT und deren Anwendungen fortlaufend zu modernisieren. Hierzu zählt auch die Einführung der Cloud, des Application-Managements sowie von Lösungen zur Gewährleistung der Netzwerksicherheit.

Im gleichen Atemzug hat die IT-Abteilung heute jedoch auch einen großen Einfluss auf die Kundenzufriedenheit, was sich zwangsläufig auf den Ruf einer Organisation auswirkt. Letzterer ist wiederum ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, Kunden zu binden bzw. neu zu gewinnen und somit den Umsatz zu steigern. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um ein mittleres oder größeres Unternehmen handelt.

Da sich die Funktionsfähigkeit der IT also gar nicht mehr vom Funktionieren der Organisation und dessen Geschäftsbetriebs trennen lässt, müssen sich die Verantwortlichen die Frage stellen, wie der reibungslose IT-Betrieb bestmöglich sichergestellt werden kann.

Man könnte meinen, dass ein derart umfangreiches Aufgaben-Portfolio dann auch entsprechend große Ressourcen für die IT-Abteilungen bedeutet – doch weit gefehlt. IT-Budgets werden gekürzt und zusätzliche Stellen, sofern vorhanden, können aufgrund des Fachkräftemangels nicht oder nur provisorisch besetzt werden.

Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, möglichst viele Prozesse zu automatisieren, um die IT-Teams von einer möglichst großen Zahl wiederkehrender Routinetätigkeiten zu entlasten.

Umsatzreduktion und Imageschäden durch Netzwerkstörungen

Doch viel zu wenig Unternehmen schließen bei ihren Überlegungen unzweifelhaft bedeutsamere Elemente der IT-Infrastruktur wie das Netzwerk mit ein. Hierfür nur kurz ein Vergleich: Fällt ein PC aus, und das IT-Team kann nicht sofort reagieren, hat das Unternehmen einen unproduktiven Mitarbeiter. Fällt dagegen das Netzwerk aus, sind sehr schnell alle Mitarbeiter unproduktiv. Dauert dieser Ausfall länger, führt dies nicht selten zu Frust aufseiten einer größeren Zahl Angestellter. Und enttäuschte Arbeitnehmer sind selten motivierte und somit produktive Mitarbeiter.

Können Mitarbeiter aufgrund einer Netzwerkstörung nicht mehr ihrer eigentlichen Tätigkeit nachgehen, zieht das zwangsläufig auch Umsatzeinbußen nach sich. Ganz zu schweigen von den Unternehmen, die ihre Geschäfte über das Internet abwickeln, beispielsweise Online-Shops oder -Banken. Ein Netzwerkausfall in der Finanzbranche oder dem Online-Handel kann sehr schnell Schäden in Höhe von mehreren Hunderttausend oder gar Millionen Euro nach sich ziehen.

Insofern muss das Interesse der CIOs als oberste Ebene der IT-Abteilung sein, nicht nur im traditionellen PC-, Server- und Anwendungsbereich die Funktionsfähigkeit zu gewährleisten, um den Geschäftsbetrieb insgesamt sicherzustellen. Sondern sie müssen auch ein besonderes Augenmerk auf das Netzwerk haben. Eine der sinnvollsten Optionen, um eine funktionierende IT sicherzustellen und die Servicequalität zu verbessern, ist die Nutzung von Automatisierungs-Tools.

Auch und gerade im Netzwerk bietet sich dieser Ansatz besonders an, da eine Störung in diesem Bereich in modernen Unternehmen tatsächlich jeden betrifft – speziell angesichts der immer stärker vernetzten Produktion. Ein Ausfall des Netzwerks bedeutet somit zunehmend, dass nicht nur in den Büros nicht (oder nur begrenzt) gearbeitet werden kann, sondern auch die Fertigung möglicherweise stillsteht.

IT-Automatisierung mit Potenzial

Die meisten der mittelgroßen und großen Unternehmen dürften bereits erste Erfahrung mit Automatisierung im Bereich der IT-Services gemacht haben. Dass diese Automatisierung jedoch auch im Netzwerk einen extrem positiven Einfluss auf die Reduzierung der Mean-Time-to-Repair (MTTR) des selbigen hat, machen sich nur wenige der IT-Experten bewusst. Dabei bietet die Netzwerkautomatisierung großes Potenzial für einen hohen und schnellen Return on Investment (ROI).

Der hohe ROI resultiert daraus, dass das Netzwerk viele Systeme, Anwendungen und Mitarbeitende im Unternehmen erst produktiv arbeiten lässt, sei es bei der gemeinsamen Bearbeitung von Dokumenten in der Entwicklung oder die Zusammenarbeit in der Fertigung. Sind diese von einer Störung des Netzwerks betroffen, hat das direkte Auswirkungen auf die Produktivität, den Umsatz und die Kundenzufriedenheit.

Ein schneller ROI lässt sich im Bereich der Netzwerkautomatisierung insbesondere dann erzielen, wenn immer wieder die gleichen Probleme mit dem Netzwerk auftreten. Dazu lohnt es sich einen genaueren Blick auf die unterschiedlichen Phasen einer Störung zu werfen, denn eines ist klar: Fehler im Netzwerkbetrieb lassen sich kaum komplett ausschließen, und es kommt regelmäßig zu unterwarteten Problemen. Dabei gilt, je komplexer das Netzwerk aufgebaut ist, desto wahrscheinlicher wird es eine Störung geben.

Zu den weiteren Vorteilen, die sich aus dem Einsatz einer Automatisierungslösung für das Netzwerk ergeben, gehören:

  • Kostenoptimierung – die automatisierten Prozesse bei Netzwerkausfällen werden künftig weniger Ressourcen in Anspruch nehmen.
  • Sicheres Change-Management – alle Netzwerkänderungen werden ab nun sicherer, da die durch Änderungen verursachten Ausfälle durch proaktive Validierung von Änderungen eliminiert werden.
  • Verbesserte Incident-Response – durch die schnelle Reaktion kann die Mean-Time-to-Repair verbessert werden, was die Netzwerkverfügbarkeit (Netzwerk-Uptime) stabilisiert.
  • Reduzierung von Sicherheitsrisiken – durch Automatisierung werden die betroffenen Bereiche sofort identifiziert und isoliert, sodass die Sicherheitslücken schnellstmöglich geschlossen werden.
  • Compliance Checks – bessere Transparenz der Netzwerk-Infrastruktur ist für die Compliance Checks von großer Bedeutung und wird durch End-to-End Sichtbarkeit und immer aktuellen Netzwerkkarten gewährleistet. So kann die Einhaltung die gesetzlichen Vorgaben dauerhaft sichergestellt werden.

Zwar könnte man davon ausgehen, dass mittlerweile nahezu alle Organisationen auf technische Lösungen setzen, um in einem ersten Schritt Netzwerkstörungen schneller zu erkennen. Doch überraschenderweise ist der Einsatz solcher Lösungen weniger weit verbreitet, als es gemeinhin den Anschein haben könnte – und das, obwohl die Vorteile einer automatisierten Erkennung von Fehlern auf der Hand liegen.

Netzwerkfehler identifizieren – lokalisieren – beheben

Sobald im ersten Schritt das Problem erkannt wurde, muss im zweiten Schritt zunächst – möglichst zeitnah – der Grund für den Fehler identifiziert werden. Hier ist das Defizit der Unternehmen an entsprechenden Automatisierungslösungen schon deutlich größer. Entsprechend ist für die Mehrzahl der NetOps die Identifizierung der Störungsursache ein zeitraubendes und herausforderndes Unterfangen.

Die Komplexität und mit ihr die Abhängigkeiten im Netzwerk tragen an dieser Stelle mit dazu bei, dass das Auffinden der Ursache in vielen Fällen sehr zeitaufwändig ist. Entsprechend ist es daher notwendig, die Untersuchungen zum Entdecken des Fehlers möglichst breit anzulegen und unterschiedlichste Faktoren zu berücksichtigen. Steht den IT-Teams dafür keine geeignete Automatisierungslösung zur Verfügung, gestaltet sich dieser Schritt zumeist sehr zeitaufwändig und somit teuer. Ist dieser Schritt jedoch mittels Automatisierung schneller erledigt, amortisiert sich die Investition in die entsprechende Lösung rasch.

Nach dem Auffinden der Ursache einer Netzwerkstörung, geht deren Beseitigung schnell vonstatten. Und auch hier kann die Netzwerkautomatisierung ihre Stärken ausspielen. Denn durch hinterlegte Skripts kann eine solche Lösung die Fehler automatisiert beheben. Eine Voraussetzung der Automatisierung ist hierbei, dass die jeweiligen Skripts anhand zuvor aufgetretener Fehler konfiguriert wurden. Aufgrund der heutigen Möglichkeiten im Bereich Low-Code- bzw. No-Code-Automatisierung ist es dabei auch gar nicht mehr nötig, dass der entsprechende Netzwerkexperte über umfassende Programmierkenntnisse verfügt. Skripte lassen sich mit einer entsprechenden Lösung für die Netzwerkautomatisierung dennoch korrekt erstellen.

Ein zusätzlich zu berücksichtigender Aspekt ist dabei die Möglichkeit, die Netzwerkautomatisierung in Service- und Ticketing-Lösungen wie ServiceNow oder SolarWinds zu integrieren, um auf diese Weise zum einen die Netzwerkautomatisierung direkt mit Support-Prozessen zu verknüpfen. Zum anderen ermöglicht dies auch die (teure) Einsatzzeit der NetOps auf andere Bereiche zu verlagern.

Fazit

Die Netzwerkautomatisierung trägt aufgrund ihres Potenzials, sowohl die Länge als auch die Dimension von Netzwerkstörungen zu senken, erheblich zur höheren Produktivität bei. Dabei profitiert das Unternehmen nicht nur von motivierteren Mitarbeitern, da diese seltener von Einschränkungen im Netzwerkbetrieb betroffen sind, sondern die verkürzte MTTR hat auch einen direkten Einfluss auf Umsatzeinbußen, die andernfalls durch längere Unterbrechungen erheblich größer ausfallen würden.

Damit zeigt sich, dass die Netzwerkautomatisierung auf vielfältige Weise für einen schnellen und hohen Return-on-Investment sorgen kann – ganz so, wie es die CIOs bereits aus anderen Bereichen der IT kennen.

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