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SPoG – Transparenz dank Netzwerk-Automatisierung

February 25, 2021

Ende Januar erschien auf it-daily.net ein lesenswerter Ausblick auf Netzwerk-Trends in 2021. Andreas Riepen, Regional Vice President Sales DACH bei Riverbed, erläutert darin die aus seiner Sicht wichtigsten Themen des Jahres. Besonders bemerkenswert sind für mich die ersten drei Punkte:

  • Die Konsolidierung des SD-WAN-Marktes
  • Der Aufstieg der prädikativen Prozesse
  • Die herstellerübergreifende Visibilität

Punkt 1 und 3 haben dabei für die Kunden etliche Aspekte gemeinsam, der zweite Punkt hingegen ist ein wichtiges Element in der Evolution der Netzwerkautomatisierung, die die anderen Punkte mitberücksichtigt.

Einheitliche Lösung für Netzwerk-Management?

Doch zunächst zu Nummer 1 und 3: Viele Hersteller in einem Markt bedeutet für die Kunden eine große Auswahl. Das ist gut und schlecht zugleich. Gut, weil es für mehr oder weniger jeden Anspruch das passende Angebot gibt. Und schlecht, weil die NetOps sowie die anderen Teams unterschiedliche Lösungen mit teilweise unterschiedlicher Technologie und Architektur so einheitlich wie möglich verwalten müssen. Dass soll nun keineswegs heißen, dass es gut wäre, gäbe es nur einen Anbieter. Der würde den Markt diktieren, und das will sicher niemand. Mir geht es rein um die technische Herausforderung.

Gibt es viele Anbieter, leidet eben oft die Transparenz des IT- und Netzwerkmanagements und damit dann in der Regel auch die Effizienz. Dem dritten Punkt in Riepens Vorhersage kommt folglich eine besonders hohe Priorität zu, um schnell und effektiv auf Störungen im Netzwerk reagieren zu können. Konkret heißt das, die IT-Administration benötigt auch bei heterogenen Best-of-Breed-Netzwerken eine einheitliche Sichtweise auf das gesamte System. Es ist wenig hilfreich, wenn die Lösungen der unterschiedlichen Hersteller im Falle eines Netzwerkproblems diesen in unterschiedlichen Formen melden. Weitaus besser ist es, wenn den IT-Teams eine einheitliche Sicht, die berühmte Single Pane of Glass (SPoG), zur Verfügung steht.

Alle Netzwerkdaten in einer Sicht

Diese sorgt dafür, dass sofort, also unabhängig von Device und Hersteller, klar wird, wo das Problem liegt. Fußt diese SPoG dann auf einer intelligenten Lösung für die Netzwerkautomatisierung, die die verschiedenen Systeme der unterschiedlichen Anbieter konsolidiert, kann auch in heterogenen Netzen umgehend die automatische Analyse der Fehlerursache beginnen. Durch die stets gleiche Oberfläche erhalten die NetOps unabhängig vom fehlerhaften Gerät immer die gleiche Darstellung. Sollte sich somit der Fehler nicht automatisch beheben lassen, ist aufgrund der einheitlichen Darstellung eine weitaus schnellere Reaktion der NetOps möglich.

Netzwerk-Troubleshooting: von reaktiv zu proaktiv

Doch bei allen Vorteilen der SPoG ist ein Aspekt aus meiner Sicht extrem wichtig: Bisher ging es stets um Reaktion. Aber ist nicht die Prävention ein weitaus besserer Ansatz? Natürlich gibt es Störungen im Netzwerk, die plötzlich und unerwartet entstehen und sich nicht vorhersagen lassen. Doch das ist nur ein Teil der Probleme. Der andere Teil kann anhand – oftmals wiederkehrender – Indizien prognostiziert werden. Die Netzwerkautomatisierung kann auf Basis dieser Indizien bereits vor einer Störung des Betriebs mit der Analyse selbiger beginnen und je nach Vorgabe der NetOps mit einer Meldung an das Team oder der eigenständigen Behebung der Störung beginnen.

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Autor: Sebastian Hein

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