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No-Code-Automatisierung: Bereicherung für den Netzbetrieb

November 2, 2021

Wer in den letzten Jahren in der Unternehmens-IT tätig war, dem sind Begriffe wie „Low-Code“ und „No-Code“ höchstwahrscheinlich bereits geläufig. Dabei geht es jedoch nicht darum, dass auf Programmiersprachen verzichtet wird oder diese nicht länger benötigt werden. Vielmehr wird hier die Codebasis in Schablonenmodellen abstrahiert, die sodann von einem weniger technisch versierten Mitarbeiter zur Erstellung einer Anwendung oder eines Prozesses verwendet werden können. Low-Code- und No-Code-Technologien sind im Bereich Geschäftsanwendungen bereits weit verbreitet. Allerdings fristen sie im Bereich der IT Operations bislang lediglich ein Nischendasein. Und speziell im Netzwerkbetrieb, wird gerade einmal an der Oberfläche dessen gekratzt, was mittels dieser Technologien möglich ist.

Warum ist jetzt der richtige Zeitpunkt für No-Code im Netzwerkbetrieb?

Unabhängig vom spezifischen Anwendungsfall, adressieren alle No-Code-Technologien das gleiche Problem: Die wenigen professionellen Entwickler sind überlastet. Doch mittels No-Code sind sie nicht länger die einzigen, die Anwendungen und Prozesse in einer Qualität erstellen können, sodass diese sich für den Produktivbetrieb in Unternehmen eignen. Denn damit sind auch nicht-technische Geschäftsanwender in der Lage, ebenjene Applikationen und Prozesse aufzusetzen. Ermöglicht wird dies im Falle der No-Code-Technologie auf Basis graphischer Hilfsmittel, die keinerlei Kenntnisse von Programmiersprachen oder Skripten voraussetzen – wenngleich ein Grundverständnis hierbei sicherlich auch nicht abträglich ist.

Der immer weiter verbreitete Einsatz dieser Technologie kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Ende vergangenen Jahres konstatierte eine Erhebung des Digitalverbandes Bitkom, dass mehr als 80.000 Stellen für IT-Fachkräfte unbesetzt seien – und das sogar nachdem die Anzahl offener Stellen im Zuge der Corona-Pandemie um 31 Prozent gesunken war. Laut dieser repräsentativen Befragung unter mehr als 850 Geschäftsführern und Personalverantwortlichen in Unternehmen aller Branchen gehen zudem 60 Prozent der Teilnehmer davon aus, dass sich der Fachkräftemangel in den IT-Berufen in den nächsten Jahren abermals verschärfen wird. Dies führt zu einem Qualifikationsdefizit in einer Zeit, in der die Anforderungen an die Unternehmens-IT höher sind als je zuvor – und die Unternehmensnetzwerke bilden hier keine Ausnahme.

Low-Code- und No-Code-Technologien haben das Potenzial, jeden dazu zu befähigen, auf Grundlage seines Verständnisses eines Geschäftsziels eine entsprechende Anwendung oder einen Prozess zu erstellen, sodass dieses Ziel erreicht werden kann. Dafür steht diesen – aus Sicht der Software-Entwicklung – „Laienentwicklern“ entsprechend eine No-Code-Vorlage zur Verfügung. Untersuchungen von Gartner zeigen, dass 41 Prozent der nicht originär im IT-Bereich tätigen Mitarbeiter in irgendeiner Form Tätigkeiten verrichten, die traditionell der IT zugerechnet werden. Dies hat dem No-Code-Trend erheblichen Auftrieb beschert. Gartner prognostiziert zudem, dass bis 2025 die Hälfte aller neuen Käufer von Low-Code-/No-Code-Lösungen aus Fachabteilungen abseits der klassischen IT stammen werden.

In NetOps-Teams sind No-Code- bzw. Laienentwicklungen jedoch noch nicht so weit verbreitet. Unternehmen sind bei der Automatisierung gängiger Fehlerbehebungs-Tickets und Managementaufgaben weiterhin überwiegend auf eine vergleichsweise kleine Zahl von Python- und Ansible-kundigen Entwicklern angewiesen. Dies wird zu einer großen Herausforderung, spätestens wenn Entwickler in den Ruhestand gehen, zu anderen Unternehmen wechseln oder schlicht mehr leisten müssten, als es einem Menschen möglich ist. Sofern einer oder gar alle der oben genannten Fälle zutreffen, sind Unternehmen nicht mehr in der Lage, die geschäftskritischen Netzwerkanforderungen zu erfüllen. Dies wirkt sich folglich auch negativ auf die Geschäftsergebnisse aus.  Die Anforderungen an Netzwerke werden in absehbarer Zeit nicht sinken – eher im Gegenteil. Laut Ciscos Visual Networking Index: Forecast and Trends, 2017-2022, wird der geschäftliche Netzwerk-Traffic zwischen 2017 und 2022 eine jährliche Wachstumsrate von 23 Prozent aufweisen. Dies wirft ein Schlaglicht auf das Wachstum und die zunehmende Bedeutung von Unternehmensnetzwerken. Um einen reibungslosen Netzwerkbetrieb zu gewährleisten, sodass Unternehmensanwender ihre erwarteten Geschäftsergebnisse erzielen können, muss sowohl die Fehlerbehebung als auch die Problemlösung im Netzwerk automatisiert werden. Diese Automatisierung und ihre Skalierung lässt sich angesichts des Fachkräftemangels allerdings nur umsetzen, wenn die NetOps-Teams auf entsprechende No-Code-Entwicklungen zurückgreifen können.

Skalierung der No-Code-Netzwerkautomatisierung mit NetBrain

Den Netzwerkbetrieb mittels No-Code-Automatisierung stabiler zu gestalten, lässt sich tatsächlich relativ einfach realisieren. NetBrain 10.0 bietet hierzu die branchenweit führende No-Code-Plattform für die Automatisierung des Netzwerkbetriebs. Unabhängig von der Kombination von Netzwerkgeräten und -anbietern bzw. der Anzahl der Netzwerktickets, erlauben die NetBrain-Tools eine „Demokratisierung“ der Netzwerkautomatisierung. Damit wird es dem gesamten IT-Team eines Unternehmens möglich, zusammenzuarbeiten, um alle Arten von Netzwerktickets und -aufgaben schnellstmöglich zu erledigen.

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