Zurück

Einsatz von IoT in der Produktion – das Netzwerk muss funktionieren

March 1, 2021

Das Thema IoT scheint in aller Munde zu sein. Nicht nur im Consumer-Umfeld, wo es um Alexa, Siri und Co. geht, sondern insbesondere im Bereich industrieller Fertigung. Die Vorteile, die das sogenannte Industrial Internet of Things, kurz IIoT, bietet, liegen auf der Hand: sensorgesteuerte Überwachung des Produktionsprozesses, an den tatsächlichen Verschleiß angepasste Wartungszyklen und präzise aufeinander abgestimmte Prozesse. Die Liste ließe sich noch ohne Weiteres fortsetzen. Doch ein wichtiger Aspekt wird in der Debatte rund um IIoT und die Industrie 4.0 häufig außer Acht gelassen: Das Netzwerk.

IoT und die Netzwerkplanung

Kürzlich hat sich Simon Pamplin, Leiter des technischen Vertriebs bei Silver Peak in einem lesenswerten Artikel für IT Daily der Frage gewidmet, welche Rolle das Netzwerk für das Industrial IoT spielt. Und man kann ihm hier nur zustimmen, dass ein funktionierendes Netzwerk das Rückgrat für den Einsatz von IoT im industriellen Umfeld bildet. Zwar teile ich seine Ansicht, dass die Netzwerkinfrastruktur ausschlaggebend ist, um IIoT erfolgreich betreiben zu können, jedoch greift seine Analyse, die sich vorwiegend auf das WAN bzw. SD-WAN konzentriert, aus meiner Sicht hier zu kurz. Denn bevor der IoT-Traffic überhaupt das WAN erreicht, passiert er zunächst das LAN des Unternehmens. Kommt es hier zu Störungen, sind die Kosten für einen Produktionsausfall beträchtlich.

Der Trend hin zu immer mehr IoT-Geräten, nicht ausschließlich aber überwiegend im Bereich der Produktion, stellt die NetOps vieler Organisationen vor große Herausforderungen. Denn die Architektur der meisten Unternehmensnetzwerke wurde nie für den massenhaften Einsatz vernetzter Geräte konzipiert – insbesondere im Produktionsumfeld, wo Netzwerke zumeist isoliert geplant wurden. Erschwerend kommt hinzu, dass IoT-Geräte nicht immer den höchsten Standards genügen, wenn es um IT-Sicherheit geht. Die Netzwerke entsprechend zu erweitern und abzusichern, ist keine ganz einfache Aufgabe. Aus einst flachen Netzen entstehen dadurch bedeutend vielschichtiger aufgebaute Infrastrukturen.

Transparenz in der gesamten Netzwerkinfrastruktur

Die NetOps muss dennoch in der Lage sein, die nötige Infrastruktur zu schaffen und die dafür erforderlichen Änderungen konsequent an jeder Stelle des Netzwerks umzusetzen sowie zu überwachen. Zudem ist es erforderlich, dass die gesamte Infrastruktur über verschiedene Technologien hinweg transparent verwaltet werden kann. Einstmals vorherrschende Betrachtungsweisen, die das Netzwerk in isolierte Technologien wie WAN, LAN, Switch, Firewall usw. aber auch in Bereiche also DC, Campus, Produktion etc. aufgeteilt haben, sind nicht länger anwendbar. All das muss im Falle von Netzwerken für die Industrie 4.0 in einem gemeinsamen Kontext betrachtet werden.

Netzwerkautomatisierung für Troubleshooting

Mit der zunehmenden Komplexität der Netze steigt jedoch in vielen Fällen auch deren Anfälligkeit für Störungen. Gerade in der produzierenden Industrie führen Netzwerkstörungen aber sehr schnell zu Betriebsunterbrechungen und in der Folge zu erheblichen finanziellen Schäden. Die NetOps ist daher gut beraten, dieser Störanfälligkeit proaktiv zu begegnen und hierzu insbesondere auf Netzwerkautomatisierung zu setzen. Denn je länger ein Ausfall oder eine Störung des Netzwerks anhält, desto höher sind die Kosten für das Unternehmen.

Die Implementierung einer Lösung zur Netzwerkautomatisierung unterstützt nicht nur das Monitoring des Netzes und hilft den Verantwortlichen somit dabei, trotz komplexer werdender Infrastrukturen den Überblick zu behalten, sondern sie ist zudem in der Lage, Störungen automatisiert zu beheben oder entsprechende Schritte einzuleiten.

Netzwerke im Zeitalter der Industrie 4.0 erfordern neue Denkweisen und neue Lösungsansätze, um der Komplexität der Infrastrukturen Rechnung zu tragen – Automatisierung ist hier ein ganz wesentlicher Faktor. Wie Sie den vermehrten Einsatz von IIoT mittels Netzwerkautomatisierung meistern können und wie diese Ihnen dabei hilft, finanzielle Schäden aufgrund von Produktionsunterbrechungen zu vermeiden, erklären wir Ihnen gern im direkten Gespräch. Vereinbaren Sie jetzt einen individuellen Online-Termin >>

Autor: Marco Speckert

Ähnlicher Inhalt

Networking Perspectives

Automatisierung: Der Schlüssel zum störungsfreien Netzwerkbetrieb

Viele IT-Teams arbeiten die ihnen zugetragenen Störungsmeldungen zu Applikationen und hinsichtlich der Infrastruktur eine nach der anderen ab, anstatt sich mit den zugrundeliegenden Problemen zu beschäftigen. Nicht selten sind dafür…

Mehr lesen
Networking Perspectives

SPoG – Transparenz dank Netzwerk-Automatisierung

Ende Januar erschien auf it-daily.net ein lesenswerter Ausblick auf Netzwerk-Trends in 2021. Andreas Riepen, Regional Vice President Sales DACH bei Riverbed, erläutert darin die aus seiner Sicht wichtigsten Themen des…

Mehr lesen
Networking Perspectives

Netzwerk-Automatisierung verbessert IT-Sicherheit

„Die Macher der Ransomware Ziggy bereuen ihre Taten und geben auf“ titelte heise.de neulich. Wenngleich das erfreulich ist, ebenso wie der Schlag gegen Emotet, so bleiben Cyberattacken auf Unternehmen doch…

Mehr lesen