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Die vier größten Herausforderungen im Netzwerkmanagement

June 18, 2021

Vieles hat sich im IT-Bereich in den letzten Jahren getan. Zunehmende technische Innovationen eröffnen Unternehmen immer neue Möglichkeiten, ihr Angebot zu vermarkten bzw. die Effizienz ihrer Mitarbeiter zu steigern oder Arbeitsabläufe zu vereinfachen. Im Zuge dieser Entwicklungen wurde eines immer deutlicher: ein intakter Netzwerkbetrieb ist unerlässlich für die Umsetzung moderner Arbeitsweisen und neuer Initiativen. Denn das Netzwerk eines Unternehmens bildet in Sachen IT dessen Rückgrat. Umso wichtiger ist es, dass die Netzwerkteams einen reibungslosen Betrieb sicherstellen und die Funktion des Unternehmensnetzes gewährleisten. Andernfalls drohen binnen kurzer Zeit Betriebsunterbrechungen und in der Folge Umsatzeinbußen.

Doch das Netzwerkmanagement ist nicht frei von Fallstricken. So existieren eine Vielzahl von Herausforderungen, derer sich die NetOps Tag für Tag gegenübersehen. Im Folgenden werden daher beispielhaft einige dieser Hürden näher erörtert und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt:

1. Mangelhafte Sichtbarkeit im Netzwerk

Eine der größten Herausforderungen für die Netzwerkadmins besteht wohl nach wie vor darin, einen umfassenden Überblick über das ganze Netzwerk des Unternehmens zu behalten. Insbesondere regelmäßige Veränderungen an den Netzwerkkomponenten und den von ihnen genutzten Netzwerkpfaden, machen den NetOps zuweilen das Leben nicht immer einfach. Darüber hinaus nimmt die Anzahl der im Netz befindlichen Komponenten mit den Jahren sukzessive zu, was nicht zuletzt den wachsenden Einsatzmöglichkeiten des Internet of Things (IoT) bzw. Industrial Internet of Things (IIoT) geschuldet ist.

Um hier dennoch den Überblick nicht zu verlieren und die Netzwerkpfade der Datenpakete zu erfassen, bedarf es entsprechender Tools, die die Administratoren immer auf dem neuesten Stand halten. Denn bereits das Netzwerk einer mittelgroßen Organisation besteht nicht selten aus mehreren hundert Endgeräten sowie einer Vielzahl von Servern, Switches und weiteren Komponenten. Dieses Inventar händisch zu erfassen und die Struktur des Netzwerks in entsprechenden Karten festzuhalten, ist im Grunde ein Ding der Unmöglichkeit. Die eingesetzten Tools müssen daher stets eigenständig eine aktualisierte Netzwerkkarte liefern, sodass die manuelle Pflege des Datenbestandes hinsichtlich des Netzes entfällt. Ohne diese Basis ist ein effizientes Netzwerkmanagement nahezu unmöglich.

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2. Die Cloud steigert die Komplexität der Netzwerke

Auch der vermehrte Einsatz der Cloud erschwert den Netzwerkteams die Arbeit. Denn nicht erst seit dem Beginn der Pandemie haben Unternehmen die Vorteile des Cloud Computing für sich erkannt. Der Trend in diese Richtung ist schon seit Jahren ungebrochen und hat sich in den vergangenen Monaten lediglich verstärkt. Für die NetOps hat dies zur Folge, dass sich die Komplexität der von ihnen zu verwaltenden Netzwerke erheblich steigert. Darüber hinaus stehen sie vor der Herausforderung, dass sich die Netzwerkkomponenten, die es zu managen gilt, zumeist ihrer direkten Einflusssphäre entziehen, da der jeweilige Cloud-Anbieter für deren Administration Sorge zu tragen hat. Dennoch wird von den NetOps erwartet, dass sie den reibungslosen Betrieb der Netzwerkinfrastruktur gewährleisten. Ein wahrlich schmaler Grat, insbesondere, da viele Organisationen nicht nur auf einen, sondern mehrere Cloud-Anbieter zurückgreifen. Der so verfolgte Multi-Cloud-Ansatz bietet zwar einerseits Vorteile hinsichtlich der Kostenstruktur, erschwert jedoch gleichzeitig die Verwaltung des Netzwerks.

Damit die Administratoren auch Cloud-Ressourcen in das Netzwerk einbinden und effektiv verwalten können, benötigen sie passende Software-Lösungen, die sie mit den von den Cloud-Providern bereitgestellten Schnittstellen interagieren können. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Netzwerkverbindungen in die Cloud in die unternehmenseigenen Netzwerkkarten integriert werden können. Darüber hinaus erlaubt es eine solche Lösung, im Falle von Störungen aktiv zu werden, sodass die NetOps hier nicht nur dem Wohlwollen des Cloud-Anbieters ausgeliefert sind.

3. Zeitnahe Fehlerbehebung & verbesserte Netzwerk-Uptime

Fehler und deren Behebung sind für einen Großteil der Arbeit der IT-Teams verantwortlich. Da Störungen im Netzwerkbetrieb oder gar der Ausfall von Teilen des Gesamtnetzes immer auch mit erheblichen direkten und indirekten Kosten für eine Organisation einhergehen, ist die umgehende Behebung der Fehlerursache folglich von hoher Priorität. Die NetOps stehen hier vor der Herausforderung, den Grund der Störung schnellstmöglich zu identifizieren und Schritte zur Problemlösung einzuleiten. Angesichts der oftmals angespannten Personalsituation bei den Netzwerkteams ist das nicht immer einfaches Unterfangen. Gerade, da die Unternehmensnetze in den letzten Jahren enorm gewachsen sind und sich die Anzahl der Netzwerkkomponenten, die für einen Fehler verantwortlich sein könnten, regelmäßig im zwei- wenn nicht gar dreistelligen Bereich bewegt.

An dieser Stelle müssen entsprechende Netzwerktools eingesetzt werden, die die Teams nicht nur bei der Identifizierung der Fehlerursache unterstützen, sondern optimalerweise die Möglichkeit einer Netzwerkautomatisierung bieten. Letzteres sorgt dafür, dass direkt automatisierte Schritte zur Behebung des Fehlers eingeleitet werden, sodass die NetOps entlastet werden. Das Ziel muss es hierbei sein, dass der manuelle Eingriff durch die Netzwerkadmins zur Ausnahme und nicht zur Regel wird. Nur so kann der Aufwand für die Teams reduziert werden und ihnen genug Spielraum verschaffen, um sich wichtigen Netzwerkinitiativen zuzuwenden, anstatt sich von einer Fehlersuche und -behebung zur nächsten hangeln zu müssen.

3. Mangelnde Zusammenarbeit als Hindernis im Netzwerkmanagement

Sowohl bei der manuellen Fehlersuche und der Problemlösung als auch beim Einsatz von Automatisierung, bedarf es allerdings des Wissens, wie sich die Störung einer Netzwerkkomponente oder Teilen des Netzes tatsächlich beheben lässt. Über die Jahre haben die Netzwerkadministratoren hier einen großen Erfahrungsschatz aufbauen können, der aber nicht selten mangelhaft dokumentiert wird. Um jedoch zu vermeiden, dass nicht jeder Mitarbeiter des Teams individuell aufs Neue den im Grunde gleichen Weg zur Problemlösung finden muss, muss die Dokumentation entsprechend umfangreich und sorgfältig erfolgen.

Abhilfe können hier die ausführbaren Runbooks von NetBrain bieten, in denen Informationen zur Behebung standardisierter Fehler, neu erlernte Lösungen und Best Practises gesammelt werden. Sofern diese an einem zentralen Ort gespeichert und für alle Beteiligten zugänglich werden, erlauben sie den Admins auf die Erfahrungen ihrer Kollegen bei der Problemlösung zurückzugreifen. Dabei sind diese Inhalte keineswegs in Stein gemeißelt. Viel mehr handelt es sich bei den Runbooks um dynamische Dokumente, die entsprechend angepasst werden können, sollte ein Team-Mitglied auf eine effizientere Herangehensweise bei der Lösung eines spezifischen Problems stoßen. Auf diese Weise wächst nicht nur das Know-how des gesamten Teams, sondern auch die Effizienz in der Fehlerbehebung wird deutlich gesteigert.

Fazit:

Wenn es darum geht, ein modernes Unternehmen am Laufen zu halten und die ungestörte Arbeit seiner Mitarbeiter zu gewährleisten, haben die NetOps daran zweifelsohne einen nicht unerheblichen Anteil. Tagtäglich werden sie bei ihrer Tätigkeit vor zahllose Herausforderungen gestellt, die, wie aufgezeigt, nicht ohne Weiteres zu bewältigen sind. Um jedoch den Netzwerkverantwortlichen ihre Tätigkeit zu erleichtern und den reibungslosen Netzwerkbetrieb sicherzustellen, ist der Einsatz moderner Software-Lösungen und Automatisierung vonnöten, die die Teams in ihrem Alltag unterstützen. Bei NetBrain haben wir uns zum Ziel gesetzt, uns unter anderem auch mit diesen Herausforderungen auseinanderzusetzen und den Netzwerkadministratoren die nötigen Mittel an die Hand zu geben, ihre wachsenden Aufgaben trotz Zeitdrucks zu erfüllen.

Und wie meistern Sie Ihre größten Netzwerkherausforderungen? Stehen Sie vor den oben aufgeführten Problemen oder steht ein anderes Problem weiter oben auf der Liste?

Nehmen Sie am 13. Juli um 11:00 Uhr CEST an unserem Webinar teil, um in die Netzwerkwelt tiefer einzutauchen. Unsere Netzwerkexperten werden ihre interessantesten Fälle teilen, an denen sie gerade arbeiten. Jetzt mehr erfahren: Top Digital Transformation Challenges for Enterprise Networks

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