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Cloud-Migration: Das Netzwerk zieht mit um

October 28, 2020

Kürzlich bin ich auf einen sehr interessanten Artikel im CloudComputing-Insider gestoßen. Darin widmet sich Marius Dunker, Vice President DACH Sales bei Flexera Software, dem Thema Cloud-Migration und erläutert, was IT-Entscheider hierbei zu beachten haben. Neben den verschiedenen Ansätzen, wie Applikationen und Assets in die Cloud überführt werden können, hält der Beitrag auch Ratschläge für den Leser parat, auf welche Weise bei der Migration Kosten eingespart werden können.

Obgleich der Artikel auf die für das IT-Management insgesamt fundamentale Thematik der Transparenz über die eigene IT-Landschaft eingeht, gibt es jedoch einen wichtigen Aspekt, der – zumindest meinem Empfinden nach – bedeutend zu kurz erläutert wird: Das Netzwerk. Denn mit all seinen Abhängigkeiten ist gerade diese Infrastrukturkomponente eine nicht zu vernachlässigende Größe, wenn ein Cloud-Migrationsprojekt ins Auge gefasst wird.

Cloud-Umzug: Was müssen Sie beachten?

Nicht ausschließlich zu diesem Zeitpunkt, aber umso mehr im Falle eines Umzugs in die Cloud, gilt es daher für das gesamte Netzwerk zunächst Transparenz zu schaffen und dieses umfassend zu dokumentieren. Denn wenn keine aktuelle Übersicht über alle Netzwerkgeräte und -pfade im Unternehmen vorhanden ist, zeigt sich hier bereits die erste Hürde, die das ganze Projekt zu Fall bringen könnte. Nur wer weiß, wie die einzelnen Netzwerkkomponenten miteinander in Verbindung stehen und welche Relevanz diese Komponenten für einzelne Business Services und Applikationen haben, die migriert werden sollen, kann etwaigen Problemen im Zuge des Projekts proaktiv begegnen.

Ist eine End-to-End Sichtbarkeit in der Cloud möglich?

Ein besonderes Augenmerk gilt bei der Cloud-Migration zudem der ganzheitlichen technischen Analyse und insbesondere der Identifizierung von Dienstzusammenhängen. Da nicht in jedem Fall alle an einem Dienst beteiligten Teile in einem Zug bzw. generell in die Cloud gehoben werden können, ist es wichtig, immer die komplette Ende-zu-Ende-Sicht zu behalten. Die Verantwortlichen müssen in der Lage sein, über verschiedene Technologien hinweg, das große Ganze im Blick zu behalten. Dies von Hand bzw. mit Bordmitteln umzusetzen dürfte sich unter Qualitäts- und Risikoaspekten als fast unmöglich herausstellen.

Darüber hinaus muss in Folge jedes Migrationsschritts stets geprüft werden, ob alles wie geplant funktioniert. Wenn dem nicht so ist, muss sodann zuerst eine Fehleranalyse und -behebung erfolgen, bevor mit dem nächsten Schritt begonnen werden kann.

Mit der Cloud Kosten einsparen?

Außerdem wird leider, wenn über das Thema Cloud-Migration gesprochen wird, ein wichtiger Aspekt gänzlich außer Acht gelassen: Kosten können mittels der Cloud nur dann eingespart werden, wenn zuvor auch der operative Aspekt und der Migrationsaufwand in die Kostenplanung mit eingeflossen ist. Denn welchen Nutzen kann eine Organisation aus einer Migration ziehen, wenn einerseits zwar beispielsweise 10 Prozent der Strom-, Hardware- und Lizenzkosten eingespart werden können. Anderseits jedoch aufgrund der gesteigerten Komplexität bei der Verwaltung des Ökosystems der Personalbedarf steigt beziehungsweise wegen Schwierigkeiten im Verlauf des Projekts die operativen Kosten in die Höhe schnellen.

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Autor: Sebastian Hein

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