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Automatisierung – Zeit für einen Kulturwandel

September 25, 2020

Anfang September hat Rob Mellor, seines Zeichens VP und GM EMEA bei Where Scape, einen interessanten Artikel für die Funkschau über die Rahmenbedingungen für Automatisierung verfasst. Er setzt sich dabei unter anderem mit der Unternehmenskultur auseinander, die sich ändern muss. Dazu führt er an: „Automatisierung in der IT ist keine Technologie und keine Lösung, die man einfach kauft und einbaut. Vielmehr ist es eine Kultur, die darauf aufbaut, dass wiederholende Datenprozesse im Rechenzentrum automatisiert werden.“

Was ist Automatisierung?

Dem kann ich nur zustimmen. Automatisierung per se ist kein Selbstzweck. Vielmehr geht es darum, die Menschen in den Unternehmen von sich wiederholenden Tätigkeit zu befreien – oder zumindest diese Aufgaben weitestgehend zu reduzieren. Dies schafft Raum für Kreativität. Denn erst die Kreativität ermöglicht die Weiterentwicklung des Unternehmens als Ganzes. Je freier sich diese Kreativität entfalten kann, umso besser für die Organisation als Ganzes.

Doch in der Debatte rund um Automatisierung gibt es einen Aspekt, der hierbei bislang eher ein Schattendasein fristet – die Netzwerkautomatisierung. Anfallende Störungen des Unternehmensnetzwerks werden traditionell in einem Ticketing-System erfasst, und anschließend manuell abgearbeitet. Ein zumeist langwieriger und aufwändiger Prozess.

Werden hingegen mittels des Tickets automatisierte Prozesse gestartet, die von der Fehlersuche über die Fehleranalyse bis hin zur Fehlerbehebung ohne oder nur mit minimaler menschlicher Interaktion ablaufen, lässt sich die Zeit, in der nur ein eingeschränkter Netzwerkbetrieb möglich ist, deutlich reduzieren. Die NetOps werden dadurch entlastet und können sich anderen Themen wie der Optimierung und Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur widmen.

Darüber hinaus entfällt für die IT-Teams bei wiederholt auftretenden Fehlern die Notwendigkeit endlos die immer gleichen Vorgehensweisen zur Fehlerbeseitigung umsetzen zu müssen. Diese Wiederholungen sorgen zudem für Frust unter den betreffenden Mitarbeitern, denn wer macht schon immer wieder gerne die genau gleiche Tätigkeit?

Dass dabei auch die Angst meist unbegründet ist, durch Automatisierung den Job zu verlieren, erklärt Rob Mellor ebenfalls in dem erwähnten Beitrag: Automatisierung ersetzt die IT-Teams nicht, sondern verschafft ihnen Spielraum für neue Aufgaben. Und sind nicht ebenjene neue Aufgaben oft viel spannender als stets der immer gleichen Tätigkeit nachzugehen?

Wie hilft die Netzwerkautomatisierung den IT-Teams?

Durch die Netzwerkautomatisierung und das damit verbundene automatische Abarbeiten der Tickets lassen sich folglich gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen:

  • Die NetOps werden von wiederkehrenden Tätigkeiten entlastet, sie können sich strategischen Aufgaben widmen
  • Die Abwechslung im Job nimmt zu und wirkt motivierend
  • Die Störungen im Netzwerk werden schneller behoben, die Mitarbeiter entsprechend schneller wieder produktiv sein, die Kosten der Störung gesenkt

Und nicht zu vergessen: Diese Automatisierung bedeutet auch einen kulturellen Wandel im Unternehmen – die IT-Administration wird vom Service-Dienstleister im Schadensfall zum Vordenker in Sachen IT-Strategie.

Wie NetBrain Ihnen bei dieser Entwicklung durch Netzwerkautomatisierung helfen kann, zeigen wir Ihnen in unseren Open-Demos, die zu verschiedenen Uhrzeiten stattfinden und jeweils ein bestimmtes Thema (Mapping Automation, Troubleshooting Automation, SDN & Hybrid Cloud Operations) behandeln. Hier geht es zu den Open-Demos >>

Autor: Sebastian Hein

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