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Automatisierung: Von der Windmühle bis hin zu selbstlernenden IT-Systemen

October 7, 2021

Wer regelmäßig die Zeitung aufschlägt oder Online-Medien konsumiert, dem dürfte nicht entgangen sein, dass in den letzten Jahren zunehmend ein Thema die Berichterstattung zu prägen scheint, spätestens, wenn es um Prognosen für unser zukünftiges Arbeitsleben geht. Die Rede ist hier natürlich von Automatisierung. Und je nach Standpunkt der AutorInnen wird entweder ein Loblied auf deren Vorzüge angestimmt oder Ängste vor Jobverlust bzw. übermächtigen Maschinen heraufbeschworen. Doch wie so oft, wenn zwei konträre Sichtweisen aufeinandertreffen, liegt die Wahrheit irgendwo zwischen beiden Extremen.

Während über lange Strecken versucht wurde, selbstständig arbeitende Maschinen auf Basis von Mechanik zu entwickeln, hat sich letztlich die Elektrotechnik bzw. Informatik als wegweisend herauskristallisiert. Mit ihr konnten in den letzten Jahrzehnten Durchbrüche erzielt werden, die noch Mitte des vergangenen Jahrhunderts als Utopie galten. Zwar gibt es noch immer keine komplett selbständig lernenden und arbeitenden Systeme, allerdings scheint der Weg dorthin nicht mehr allzu weit.

Automatisierungsgrad wächst über Sektorengrenzen hinweg

Dass Automatisierung zunehmend die Industrie und Arbeitswelt prägt, wurde als erstes in der Automobilproduktion deutlich. Hier hielten schon früh Fertigungsroboter Einzug, die die Herstellung von Automobilen am Fließband um ein Vielfaches effizienter gestalteten. Aber auch abseits des Produktionsumfeldes hinterlässt die fortschreitende Automatisierung ihre Spuren.

So profitiert speziell die IT und alle, die für ihre Arbeit auf Computersysteme angewiesen sind, von immer neuen Innovationen in dieser Hinsicht. Zwar war bereits die Einführung der elektronischen Datenverarbeitung vor wenigen Jahrzehnten für sich genommen ein großer Schritt hin zu einer Effizienzsteigerung, allerdings lässt sich mit modernen IT-Systemen die Arbeit in einem solchen Maß automatisieren, wie es noch vor wenigen Jahren undenkbar erschien. Hierzu haben vor allem die Entwicklungen im Bereich Machine Learning und der künstlichen Intelligenz beigetragen. Diese bilden heute die Grundlage für fortschrittliche Analyseverfahren und die Entwicklung selbstlernender bzw. selbst-weiterentwickelnder Systeme.

Von besonderer Bedeutung ist Automatisierung auch bei der Verwaltung komplexer (IT-)Infrastrukturen. Müssten ExpertInnen und TechnikerInnen andernfalls jeden Fehler und jede Störung händisch beheben und hierzu physisch anwesend sein, kann mittels entsprechender Automatisierungslösungen die Anzahl der weiterhin nötigen, manuellen Eingriffe auf ein Minimum reduziert werden. Die Mitarbeitenden können sich in der Folge verstärkt darauf konzentrieren, die Infrastrukturen stabiler zu gestalten und richtungsweisende Projekte voranzutreiben.

Der Mensch in einer automatisierten Arbeitswelt

Dies alles bedeutet jedoch nicht, dass Menschen in der heutigen Arbeitswelt nicht mehr länger benötigt würden. Ganz im Gegenteil! Es lassen sich zwar immer mehr Standardaufgaben mittels entsprechender Soft- und zuweilen auch Hardware automatisieren, doch dies schafft Raum für Kreativität und neue Initiativen, um das jeweilige Unternehmen weiter voranzubringen. Anstatt manuell die immer gleichen, wiederkehrenden Aufgaben erledigen zu müssen, haben MitarbeiterInnen nun die Gelegenheit sich bedeutend wichtigeren Aufgaben zuzuwenden. In einigen Bereichen hat die (Teil-)Automatisierung der IT in modernen Unternehmen bereits Einzug gehalten, wie beim Setup neuer Clients und anderer Systeme, dem System-Management und anderen. Diese Unternehmen haben verstanden, dass es im Bereich der Informationstechnik durch die Automatisierung möglich ist, neue Produktivitätspotenziale zu erschließen. Allerdings sind die allermeisten Organisationen von einer vollständigen Automatisierung ihrer Systemlandschaft weit entfernt. Und nicht immer sind alle entscheidenden, kritischen Infrastrukturen, die sowohl zum produktiven Betrieb beitragen als auch Potenzial zur Verbesserung durch Automatisierung haben, wirklich im Blickfeld der IT.

Ein gutes Beispiel ist hier das Netzwerk: Entscheidet sich eine Organisation für den Einsatz einer Netzwerkautomatisierungslösung, reduziert sich zunehmend der Bedarf an manuellen Eingriffen in diese für das Unternehmen essenzielle Infrastruktur. Die NetOps-Teams profitieren so von einer erheblichen Zeitersparnis. Angesichts des Fachkräftemangels auf diesem Gebiet bedeutet das nicht selten, dass auf diese Weise weniger Überstunden anfallen. Zudem werden hierdurch Ressourcen frei, die das Unternehmen für Modernisierungsprojekte bzw. eine Expansion der Infrastruktur verwenden kann.

Wie genau das Unternehmen, die NetOps und die AnwenderInnen vom Einsatz einer Automatisierungslösung für das Netzwerk profitieren, werden wir in den nächsten Wochen in einer Blogserie näher erläutern. Dabei gehen wir jeweils auf bestimmte Teilaspekte der Automatisierung ein und zeigen deren Nutzen für Organisationen auf.

Den Anfang macht hier der Aspekt der No-Code- bzw. Low-Code-Automatisierung, dem wir uns in unserem nächsten Blog widmen werden. Dabei werfen wir einen genaueren Blick darauf, wie auch MitarbeiterInnen ohne dedizierte Programmierkenntnisse einen Beitrag zur Automatisierung des Netzwerks leisten können.

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