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Automatisierung braucht Konzept, Planung und Struktur

February 5, 2021

Der Lockdown geht jetzt in eine neue Phase, und die Politik hat sich dazu durchgerungen, Homeoffice nicht nur als Option zu betrachten, sondern als Pflicht. Für viele Unternehmen ist das jedoch nichts neues. Insbesondere für uns, die IT-Branche, ist das de facto das „Normal“. Nachdem viele von uns dies bereits seit Monaten praktizieren, vermeide ich bewusst, hier ein „neu“ einzufügen. Diese neuen Arbeitsstrukturen ähneln in gewisser Weise der Cloud, wo verteilt gearbeitet, analysiert und neu zusammengeführt wird.

Analog dazu nimmt der Einsatz von IoT immer weiter zu. Manch einer, wie Dirk Schuma, Sales Manager bei Opengear sieht bereits das Internet of Everything (IoE) als einen der Trends in diesem Jahr. Aus unserer Perspektive entwickelt es sich zwar nicht ganz so schnell, aber in einem extrem wichtigen Aspekt hat er sicher Recht: Der zentrale Faktor, dass dies alles funktioniert, ist das Netzwerk.

Sicher, das geschieht keineswegs schlagartig, sondern schon in Phasen. Diese Phasen bedeutet oft das Nebeneinander unterschiedlicher Infrastrukturen, Paradigmen und Ansätze. Das gilt im Übrigen selbstverständlich auch für weitere Entwicklungen wie SD-WAN. Es kommt also zunächst schrittweise immer etwas Neues hinzu, komplementär zu bestehenden Umgebungen, bevor das Alte ausgemustert wird. Heterogenität ist Trumpf – und damit sicherlich kein Vorteil für die IT und die NetOps. Doch sie haben keine Wahl, das Netzwerk, das das Homeoffice mit dem Büro verbindet, muss funktionieren. Die Unternehmensanwendungen müssen performant zur Verfügung stehen. Und auch das dezentrale Erfassen (und ggf. auch Verarbeiten) der Daten für das Unternehmen aus dem IoE, die weitere Nutzung der Daten für zusätzliche Erkenntnisse trägt sicher nicht ein „kann“, sondern ein „muss“ als Attribut.

Doch wie lässt sich die Vernetzung beherrschen und steuern? Schließlich bedeutet der Ausfall des Netzwerks fast automatisch das Ende der Produktivität bis zur Wiederherstellung der vollen Funktionalität desselbigen. Ja, werden Sie sagen, automatische Überwachung, damit haben wir das im Griff. Da würde ich Ihnen aber dann doch widersprechen.

Es ist sicherlich der erste Schritt, aber außer, dass die NetOps erkennen, dass es einen Fehler im System gibt, bringt das nur einen minimalen Vorteil. Die Automatisierung muss viel weiter gehen, sie muss den Fehler lokalisieren, analysieren und – das ist mithin das wichtigste – beheben können. Nur Automatismen können schnell genug reagieren, um Störungen des Geschäftsbetriebs aufgrund technischer Probleme zu minimieren.

4 Phasen der Automatisierung 1 e1612370820921

Wir sehen zwar, dass die Automatisierung kommt, wenn auch zögerlich. In Gesprächen mit unseren (potenziellen) Kunden entdecken wir häufig ein großes Fragezeichen: Was sollen oder wollen wir überhaupt automatisieren? Viele beginnen ein wenig an der einen Stelle, schließen dies vermeintlich ab und machen an anderer Stelle weiter. Es gibt keine durchgängige Linie und meist auch keine übergreifenden Automatisierungen.

Doch erst genau dies: Ein übergreifender Ansatz in der Automatisierung bringt Nachhaltigkeit. Insellösungen schaffen neue Silos. Das braucht in einer vernetzten Welt sicher niemand. Wie Sie diese Silos vermeiden können, ihre Automatisierung strukturiert und übergreifen angehen können und wie Sie Ihr Unternehmen dadurch vor Produktivitätsausfällen bewahren können, erklären wir Ihnen in diesem Whitepaper.

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Autor: Marco Speckert

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