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Abschied von manuellen Netzwerkprozessen. Jetzt wird automatisiert.

May 31, 2021

Automatisiert vs. “Do it yourself”

Die Digitalisierung in Deutschland und der Welt schreitet zusehends voran. Das ist zunächst einmal eine erfreuliche Erkenntnis. Doch auch wenn mittlerweile Streaming-Dienste, Video-Konferenzen und Smartphones den Alltag vieler Menschen prägen, so ist dennoch zu attestieren, dass insbesondere deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich noch allerhand aufzuholen haben – nicht zuletzt, was den Reifegrad ihrer IT-Infrastruktur anbelangt. Denn ein Kernbestandteil der Digitalisierung besteht in der Automatisierung von Arbeitsabläufen mittels digitaler Lösungen. Dies bezieht sich sowohl auf die industrielle Fertigung als auch den IT-Bereich selbst. Hierzulande besteht in dieser Hinsicht allerdings zuweilen großer Nachholbedarf. Generell ist Automatisierung ein fundamentales Konzept, dessen Anwendung mittel- und langfristig dazu beitragen soll, in allen Bereichen der Arbeitswelt die personellen Ressourcen zu schonen, um auf diese Weise Raum für bedeutend wichtigere Aufgaben zu schaffen, als ständig wiederkehrenden Tätigkeiten nachgehen zu müssen.

Ein gutes Beispiel für wiederkehrende Aufgaben war die sogenannte „Turnschuh-Administration“ – so manchem, der sich bereits seit vielen Jahren in der IT-Branche betätigt, dürfte dieser Begriff geläufig sein. Für alle anderen eine kurze Erläuterung: Damit ist gemeint, dass Administratoren dazu gezwungen sind, die IT-Probleme der Nutzer manuell vor Ort an der Workstation des betreffenden Benutzers zu erledigen, anstatt mittels ihres eigenen Rechners diese Aufgaben aus der Ferne lösen zu können bzw. remote Updates einzuspielen. Durch die vielen weiten Wege war dies oft ein schier endloses und zeitraubendes Unterfangen.

Zwar gehört diese Praxis bei der überwiegenden Mehrheit der Unternehmen der Vergangenheit an und das Endpoint Management sowie andere administrative Tätigkeiten lassen sich bis auf wenige außergewöhnliche Problemstellungen bereits seit längerem aus der Ferne erledigen. Allerdings beeinflusst diese Entwicklung lediglich die Art, wie die IT-Teams die Administration handhaben, reduziert hingegen nicht die Anzahl manueller Tätigkeiten. Diese werden heute eben remote erledigt. Eine automatisiert angestoßene Problemlösung oder gar Fehlerbehebung hat zwar in einigen Bereichen der IT begonnen, aber ist zumeist noch die Ausnahme.

Innovation im Netzwerkbetrieb nötig

Die Automatisierung von Arbeitsabläufen ist bereits heute schon auf vielen Gebieten der IT möglich, allerdings noch lange nicht in jedem Unternehmen im Bereich des Netzwerkbetriebs. Besonders hier hat sich aber in den letzten Jahren einiges getan.

Während die Bedeutung eines fehlerfrei funktionierenden Netzwerks hinlänglich bekannt ist, speziell im Zuge des sich verstärkenden Trends zur Arbeit im Homeoffice, setzen noch immer viele Unternehmen ausschließlich auf eine Netzwerk-Monitoring-Lösung und das manuelle Troubleshooting durch die NetOps-Teams. Zwar lassen sich mit diesen weitverbreiteten Lösungen Fehler im Netzwerkbetrieb erkennen, allerdings greift dieser Ansatz zu kurz. Tritt eine Störung außerhalb der üblichen Arbeitszeit auf, mag zwar der entsprechende Mitarbeiter via Smartphone über den Vorfall durch die Software informiert werden, das heißt aber noch nicht, dass dieser die Meldung auch wahrnimmt bzw. sich der Fehlerbehebung annimmt. Da jedoch jeder Fehler das potenzielle Risiko von Betriebsunterbrechungen mit einhergehenden Kosten birgt, ist es unerlässlich, dass unmittelbar nach der Erkennung der Störung auch eine Analyse des Problems erfolgt und mit der Behebung begonnen wird. Zudem lässt sich feststellen, dass sogar die Basis, die automatisierte Netzwerk-Dokumentation noch längst nicht überall Einzug gehalten hat.

Hinzukommt, dass die NetOps-Ressourcen selbst tagsüber begrenzt sind. Ist das Team gerade mit der Fehleranalyse einer umfangreichen Störung befasst und tritt es womöglich eine weitere auf, so gilt es in der Folge zu priorisieren. Allerdings ist klar, dass je nach Teamgröße, zunächst die schwerwiegendere Störung behoben werden muss, sodass das Troubleshooting der zweiten Fehlerquelle zunächst zurücksteht. Der reibungslose Betrieb des gesamten Netzwerks lässt somit länger auf sich warten.

Automatisierung für den Netzwerkbetrieb

Wäre es in einer solchen Situation nicht zielführender, wenn die von den NetOps eingesetzte Lösung direkt nach dem Auftreten eines Fehlers dessen Eingrenzung sowie u.U. die automatisierte Behebung einleitet, noch bevor ein manuelles Eingreifen der Mitarbeiter erforderlich wird? An dieser Stelle kommt NetBrain ins Spiel. Denn unser Ziel ist es, den NetOps ein Werkzeug an die Hand zu geben, das ihnen ein Höchstmaß an Netzwerk-Automatisierung bietet, sodass der händische Eingriff zur Ausnahme anstatt zur Regel wird.

Hierbei bildet das dynamische Mapping die Grundlage.

Was sind die dynamischen Netzwerkkarten?

Die dynamischen Netzwerkpläne von NetBrain bilden die Benutzeroberfläche für die Visualisierung von Netzwerkinformationen in einem aufgabenspezifischen Kontext. Durch einen tiefgehenden Discovery-Prozess erfasst NetBrain Tausende von Datenpunkten, um einen digitalen Zwilling des Live-Netzwerks zu erstellen.

 

Vergleichen lässt sich dies mit einem sich permanent erneuernden Netzwerkplan, mittels dem die NetOps stets den aktuellen Netzwerkzustand im Blick haben. Hierdurch wird auch ersichtlich, welche Geräte und Verbindungen sich im Netzwerk in welchem Zustand befinden. In ihrer Perspektive beliebig skalierbar binden die dynamischen Karten sowohl systemeigene Daten ein als solche von Drittanbieterlösungen wie Eventlog-, Flowdaten-, Ticket- oder reinen Monitoring-Systemen mit ein. Existiert diese Möglichkeit nicht, verzögert sich die Eingrenzung der Fehlerursache erheblich.

Netzwerkdaten von Drittanbietern

Doch die Möglichkeiten der Automatisierung gehen bei NetBrain weit über die reine Visualisierung und Einbindung von Schnittstellen hinaus. Mittels sogenannter Runbooks, also einer dynamischen Bibliothek, lassen sich sowohl standardisierte, aber auch neu erlernte Fehlerprozesse (automatisiert) abarbeiten.

Was sind die ausführbaren Runbooks?

Die ausführbaren Runbooks von NetBrain sind interaktive Workflows. Sie enthalten ausführbare Aktionen für komplexe
Netzwerk-Aufgaben. Mit ausführbaren Runbooks erhalten Sie eine einfache, skalierbare Methode, um interne Aufgaben
zu automatisieren und die Produktivität Ihres Netzwerk-Teams zu steigern.

 

Anders als bei klassischen Dokumentationen im Unternehmen – beispielsweise Lösungsleitfäden oder Wikis – dienen die Runbooks nicht nur als Referenz, sondern beinhalten auch automatisierte Schritte zur Fehlerbehebung.

Die ausführbaren Runbooks von NetBrain
Diese Runbooks lassen sich durch die NetOps zudem optimieren, sollten die Teams beispielsweise auf eine bessere bzw. schnellere Problemlösung stoßen als die, die sich bislang in ihnen findet. Die Netzwerkverantwortlichen sind ferner in der Lage, die benötigten Skripte zur Automatisierung auch ohne entsprechende Programmierkenntnisse auf Basis der sogenannten No-Code-Automation zu erstellen. Durch diese Evolution der Runbooks lernen die automatisierten Prozesse sozusagen immerwährend hinzu. Sie befinden sich also in einem kontinuierlichen Optimierungsprozess, der dazu beiträgt, dass die automatisierte Fehlersuche und -behebung ständig weiterentwickelt und verbessert wird.

Da in die bestehenden Netzwerkverbindungen zunehmend auch solche zu Cloud-Ressourcen miteingebunden werden, stellt dies für die NetOps nicht selten eine besondere Herausforderung dar. Hier trägt NetBrain dieser Entwicklung mit seiner neuen Version 10.0 Rechnung, die nun auch umfangreiche Unterstützung in Sachen Netzwerkautomatisierung für Amazon Web Services (AWS) und Public-Cloud-Umgebungen auf Basis von Microsoft Azure bietet. Die beiden meistgenutzten Enterprise-Cloud-Plattformen können so auf denselben dynamischen Karten wie der Rest des Netzwerks erfasst, visualisiert und dynamisch verwaltet werden.

Automatische Fehlererkennung und -behebung stärken die NetOps

Auf Basis vorhandener Skripte ist die Automatisierung im Falle bekannter Fehlermeldungen grundsätzlich in der Lage, umgehend die nötigen Schritte zur Behebung einzuleiten – die sogenannte Triggered Automation. Für die Netzwerktechniker bedeutet dies eine erhebliche Entlastung. Doch es ist auch klar, dass nicht allen Problemstellungen automatisiert begegnet werden kann. Zwar kommt es hierdurch zu einer erheblichen Zeitersparnis aufseiten der Netzwerk-Teams, allerdings werden diese dadurch nicht überflüssig – ganz im Gegenteil:

Die zunehmende Komplexität sich entwickelnder Unternehmensnetzwerke mit immer mehr Verbindungen auf externe Ressourcen, machen die Tätigkeit der NetOps zusehends schwieriger. Automatisierung kann hier einen Beitrag dazu leisten, den verantwortlichen Teams wieder mehr Spielraum zu verschaffen, um sich wichtigen Initiativen bzw. dem strategischen Netzwerk-Management zu widmen. Mittel- und langfristig können die IT-Kosten insbesondere im Bereich des Netzwerks nur durch fortschreitende Automatisierung im Rahmen gehalten oder gar reduziert werden. Vor allem, da jede Netzwerkstörung immer auch mit einem Kostenrisiko einhergeht und die Minimierung der Ausfallzeit somit nicht nur eine Frage der Produktivität ist.

Sie haben Fragen, wie NetBrain Sie dabei unterstützen kann, Netzwerk-Uptime zu optimieren, Transparenz über hybriden Netzwerkinfrastrukturen hinweg zu erlangen und internen sowie externen Kosten zu reduzieren? Dann vereinbaren Sie jetzt direkt einen unverbindlichen Online-Termin.

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